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Schwall aus dem All und: Die Hölle in Dosen zu Pyramiden gestapelt (And the Beat goes on)

Unsere Trainerin ist weiterhin krank, doch die Ersatzkraft müht sich redlich und erzählt uns aufbauende Geschichten – das ändert sich erst, als sie von unserer nicht angemeldeten Exkursion erfährt, für die die Organsitation offenbar schwierig ist. Aber dann: EIN WUNDER! Ich habe wohl in der Lotterie gewonnen und bekomme mein erstes Einzelcoaching.

Tag 4:

Der Coach ist nett und jung und frisch von der Uni und voller Methoden-Fachwissen und läßt mich da gerne ungefragt daran teilhaben, denn meinen individuellen Coaching-Bedarf hat er leider nicht eruiert. Als ich mir in den 1,5 Stunden Taktiken überlege, wie ich das in den nächsten Stunden zum Mittelpunkt machen kann, erfahre ich, dass auch er wieder Mal den letzten Tag da ist und in Zukunft – wohl – jemand noch nicht näher Bestimmbares für mich zuständig sein wird (und da warte ich heute noch darauf).

TAG 5:

Diesmal bin ich krank – wirklich und wahrhaftig, und nicht nur meine Hausärztin spricht bei akuter Gastritis von Psychosomatik … (am Donnerstag wird meine Trainerin diesen Befund mit Magen-Darm-Virus verwechseln – aber auf kleine feine Unterschiede achte ich ja schon gar nicht mehr)

TAG 6:

Ich bin wieder da, meine Trainerin ist wieder da, und da ein 8-Stunden-Kurstag am Montag offenbar nicht für ein 1,5-stündiges Motivationsvideo gereicht hat, sollen wir uns den ca. 20-minütigen Rest ansehen, dafür verläßt sie jedenfalls 1 Stunde lang den Raum. Merkwürdig ist nur, dass sie nach ihrer Rückkehr ausgerechnet mich als Ersten zu meinen Eindrücken vom gesehenen Vortrag befragt, wo mir doch 3/4 Vorwissen zwecks Abwesenheit am Montag fehlen. Dann muß sie zu einer Teamsitzung, auf der – wie wir später erfahren dürfen – die Liste der möglichen Exkursionsziele zukünftig auf drei zusammengestrichen wird: Rathaus, Technisches Museum und Shaolinmönche – was für eine brilliante Zusammenstellung! Eins davon blüht uns dann am nächsten Montag … Mittagspause,und dann Computerraum. Da bewahrheitet sich dann meine Ahnung, dass geballte Inkompetenz leider auch meistens eine unangenehm gefährliche Seite haben kann: Die Trainerin will von mir einen komplett ausgefüllten Karriereplan mit Zukunftszielen und den dazugehörigen Fortbildungskursen inkl. Termin, Dauer und Kosten. Konsterniert bringe ich vor, dass der Kurs erst zur Hälfte rum ist, ich erst ein einziges Einzelcoaching hatte (für heute war auch wieder niemand für mich zuständig), ich genau wegen Berufsneuorientierung da wäre und dieser Karriereplan deshalb logischerweise für mich erst am Ende des Coaching-Prozesses als Ziel stehen könnte (und genau so passierte es auch in allen Kursen vorher). Aber Nein, die Trainerin ist Montag (wo wir wieder Exkusion haben – Juhu!) das letzte Mal da, weil sie dann den Rest unseres Kurses in Urlaub geht! Und langsam bin ich auf Krawall gebürstet, denn sie meinte, ich hätte ja jetzt Zeit, in Datenbanken nach Fortbildungskursen zu suchen, und da mußte ich ihr erklären, dass ich mir ganz sicher nicht meine berufliche Zukunft ad-hoc aus den Rippen schneide, nur weil sie nach 1 Woche Krankheit und zwei Wochen Nichtstun mit uns jetzt in ihren Urlaub will. Ich habe mir viele Links auf meinen Stick gespeichert und ihr auch bei der dritten Nachfrage ihrerseits gebetsmühlenartig wiederholt, dass ich mir das allein in Ruhe übers Wochenende zu Hause anschaue, wenn hier schon niemand in der Lage wäre, seinem Coaching-Auftrag nachzukommen – und da sitze ich nun mit meinem Grant und denke mir, dass das ja alles wohl nicht wahr sein kann und ich noch nie ein Institut erlebt habe, das so schamlos die „wir verdienen uns blöd an den Arbeitslosen, ohne auch nur im Entferntsten an eine Gegenleistung zu denken“-Masche fährt. Nun, vielleicht wären sie auch dumm, sich selber überflüssig zu machen, indem sie uns beim ernsthaften Versuch, die Arbeitslosigkeit zu verlassen, behilflich sind …

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