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Erfahrungen mit sinnlosen AMS-Kursen? Heute: Johann.

Hallo ich bin der Johann. Ich bin 23 Jahre alt und besuche derzeit wieder leider einen AMS Kurs. Meine Person zu mir. Ich habe die Pflichtschule abgeschlossen, habe eine Lehre als Landschaftsgärtner begonnen und habe alles erledigt bis auf die LAP. Nach der Lehre blieb ich noch 3 Jahre bei der Firma bis ich dann gekündigt habe, da es nicht mehr gepasst hatte. Dann machte ich immer verschiedene Tätigkeiten und seit Sommer lezten Jahres bin ich leider arbeitslos.
Ich hatte einen Termin bei meiner AMS Beraterin nach ungefähr 3 Monate. Sie meinte, wenn ich keine Arbeit finde, muss ich in einen Kurs gehen als Zwangsmaßnahme. Das ist doch eigentlich eine Frechheit, dachte ich und beschwerte mich darüber. Ich wurde für ca. 10 Wochen gesperrt. Nur weil ich meine Meinung sagte.
Dann kurz vor Weihnachten bekam ich eine Kurseinladung für einen Bewerbungskurs ab Jänner für ca. 5 Wochen. OK,dachte ich mir vielleicht ist es ja sinnvoll ihn zu besuchen. Der Kurs war am ersten Tag ein Auswahlverfahren: Dann ging der Kindergartenkurs los: Wir waren eine Gruppe von ca. 15 Personen. Wir diskutierten anstatt Bewerbungen zu schreiben und machten sinnlose Besuche beim Biz, wo jeder schon eingeschlafen ist, weil es um Arbeitsuche ging. Wo man Stellen findet und die AMS Hompage wurde vorgestellt, was jeder schon kannte. Dann mussten mir noch einen Berufstest machen, was völlig sinnlos war. Und dann ging es weiter. Wir machten bloß wenig mit Bewerbungsschreiben. Was mich am meisten nervt ist, die Trainer wissen nicht, was sie wollen.
Zum Beispiel sagte ich: Bitte können Sie mir helfen eine schöne Bewerbung zu schreiben. Die Trainerin sagte: Ja, das kann ich und half mir. Zwei Tage später wurde die Bewerbung wieder umgeändert. Ich glaube, die Bewerbung wurde noch 20 Mal umgeändert. Auch muss man für alles unterschreiben, was die Trainer machen. Da kommen sie immer mit so Listen und man wird genervt. Völlig sinlos.
Der Höhepunkt kommt noch – und das ist alles wahr. Ich hatte ein Praktikum als Gärtner 2 Tage und bekam solche Rückenschmerzen, dass ich das Praktikum leider beenden musste. Am nächsten Tag ging ich zum Arzt und lies mich für ca 2 Wochen krankschreiben. Am Ende der zwei Wochen bekam ich eine Einladung vom AMS-Arzt, um festzuellen, welche Berufe meiner Gesundheit schaden können. Ich hatte um 7 Uhr 30 einen Termin. Ich ging nicht hin, da ich zu erst mit meinen Arzt reden wollte und ich Angst hatte, dass mich die für dumm abstempeln. Das schrieb ich auch meiner AMS Beraterin und sie sagte, wenn ich morgen nicht vorsprechen komme würde, würde mein Bezug eingestellt. Meine Meinung: totale Erpressung, oder? Ich rief in der Serviceline an und wollte meine Beraterin sprechen. Doch die war natürlich nicht erreichbar. Wahrscheinlich beim Kaffee trinken. Sie würde mich zurückrufen, hieß es.
Zum Glück habe ich ab Dienstag wieder eine Arbeit. Meiner Beraterin werde ich meine Meinung noch sagen. Freunden von mir ist das auch passiert . Mittlerweile denke ich, wir sollten uns zusammen tun und dagegen demonstrieren.

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Ein Kommentar

  1. Markus Neuner Markus Neuner

    Tröste dich. Mir hat man in einem AMS-Kurs damals gesagt das das AMS nicht für die Arbeitsuche zuständig ist sondern das Arbeitsmarktservice hat die Aufgabe die Arbeitsuchenden bei der zuständigen GKK zu melden und weiter zu versichern damit ihre Versicherungszeiten aufrecht bleiben und sie zum Arzt gehen können. Der Arbeitsuchende wird nur in seiner Arbeitsuche durch das AMS unterstützt in dem es Vermittlungsvorschläge gibt. Doch auch diese Vermittlungsvorschläge haben meistens keine Erfolge weil die Betreuungsvereinbarungen vom AMS nicht eingehalten werden.

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